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DAS MANIFEST DER TOLERANZ

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Kurzübersicht

»Einen Menschen töten heißt nicht, eine Lehre verteidigen, sondern einen Menschen töten.«

Das schrieb der Basler Humanist Sebastian Castellio 1554, nachdem in Genf auf Veranlassung Calvins der spanische Arzt Miguel Servet als »Ketzer« verbrannt worden ist. Darf man Menschen verfolgen und töten, nur weil sie anders denken? Darf man diejenigen, die im Namen der Menschlichkeit Unrecht anprangern, dafür bestrafen? Immer – und gerade auch in unserer Zeit – gibt es Menschen, die aus Gewissensgründen ihre Stimme gegen die Mächtigen erheben und dafür verfolgt werden. Castellios Kampf gegen den übermächtigen Genfer Reformator steht für die vielen, die machtlos gegen die Mächtigen kämpften und später als Helden in die Geschichte eingingen.
Seine Forderung nach Gewissens- und Glaubensfreiheit hatte maßgeblichen Einfluss auf die Deklaration der Menschenrechte. Sein Name ist den Wenigsten bekannt, noch weniger aber sein Werk, das mit seinem wirkmächtigen »Manifest der Toleranz«, erstmals in deutscher Übersetzung vorgestellt wird.

ca. 420 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
in Leinen gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-939973-61-4
EUR 34,00 / CHF 44,50

Produktbeschreibung

Als am 27. Oktober 1553 im reformierten Genf mit Miguel Servet erstmals ein »Ketzer« bei lebendigem Leib verbrannt wurde, ging ein Aufschrei der Empörung durch die Reihen derer, die vor den Scheiterhaufen der Inquisition geflohen waren. Welches Recht hatte ausgerechnet die Reformation, Andersdenkende zu verfolgen? War sie nicht selbst Ergebnis andersdenkender Gewissens- und Glaubensüberzeugung gegenüber der katholische Lehre?
Diese Empörung fand in dem Basler Humanisten und ehemaligen Mitarbeiter Calvins, Sebastian Castellio (1515–1564), ihre geschichtsmächtigste Stimme. Bereits kurz nach der Hinrichtung Servets erschien seine Schrift De haereticis, in der er sich mit eindringlicher Schärfe dagegen aussprach, Ketzern anders als mit »geistlichen Waffen« zu begegnen, geschweige denn sie zu töten. Wenn man Menschen wegen Habgier, Lügen und Verleumderei schon nicht töte, warum dann Ketzer? »Tatsächlich konnte ich trotz vieler Nachforschungen darüber, was ein Ketzer sei, nichts anderes feststellen, als dass jeder für einen Ketzer gilt, der anders denkt als wir.«

Manchen sei es »verhängt, im Schatten zu leben, im Dunkel zu sterben«, schreibt Stefan Zweig. Für die Nachwelt erst recht Grund und Ansporn sein, diese aus dem Schatten der Geschichte hervorzuholen und ihnen neue Geltung zu verschaffen im Licht einer um Gerechtigkeit bemühten Öffentlichkeit. Denn wenn es darum geht – und die Zeiten sind heute nicht weniger gefährdet als vor 450 Jahren –, »Toleranz gegen Intoleranz, Freiheit gegen Bevormundung, Humanität gegen Fanatismus, Individualität gegen Mechanisierung, das Gewissen gegen Gewalt« (Zweig) zu verteidigen, dann ist es an der Zeit, sich nicht nur Castellios Namen zu erinnern, sondern endlich auch seine von einem tiefen, gelebten, christlichen Humanismus geprägten Schriften einer aufgeschlossenen Leserschaft zugänglich zu machen.

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